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umbau und sanierung der remise am wallgebäude in perleberg

die remise, ein eingeschossiger fachwerkbau mit hohem kehlbalkendach, wurde vermutlich in der zweiten hälfte des 18. jahrhunderts errichtet. durch seine besondere lage auf dem gelände der mittelalterlichen wallanlage kommt dem gebäude eine erhebliche stadthistorische bedeutung zu.

das gebäude wurde als stall- und wirtschaftshaus genutzt.  der kernbau des ist ein fachwerk-ständerbau.  seine form wird im erdgeschoss durch einen dreischiffigen grundriss, im dachgeschoss durch den doppelt stehenden stuhl bestimmt. die nördliche traufseite enthält zum mühlengraben hin sechs rechteckige fensteröffnungen. in der südlichen außenwand befinden sich drei große tore.

das gebäude befand sich in baufälligem zustand. nach der sorgfältigen analyse mussten die fundamente unterfangen, fachwerkwände verstärkt, verrottetes gebälk ersetzt, verformumgsschäden korrigiert, die fachwerkfassade ausge-bessert und das dach teilweise erneuert werden. eine einläufige treppe verbindet das erd- mit dem dachgeschoss.

die ausbau-, sanierungs- und nutzungsplanung hatte die einrichtung einer bücherei mit lese- und sitzungssaal zum ziel. dabei mussten einerseits die schützenswerte, historisch wertvolle bausubstanz erhalten, andererseits die voraussetzungen für einen auch in zukunft finanziell tragbaren betrieb getroffen werden.  um die unterbringung der haustechnik und der sozial- und wirtschaftsräume zu gewährleisten, wurden der angrenzende verbindungsbau und der stadtmauerturm in das konzept integriert. somit konnten die wesentliche teile der alten gebäudestruktur denkmalgerecht erhalten werden.

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