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sanierung der synagoge des jüdischen krankenhauses in berlin wedding

in haus c des heutigen hermann-strauss-hospitals befindet sich seit der errichtung des jüdischen krankenhauses 1914 ein als synagoge genutzter raum. die synagoge bestand bis zu ihrer umnutzung durch das krankenhaus in den 60er jahren des 20. jahrhunderts. mit der wiederherstellung der synagoge wird der bewegten und bewegenden geschichte des ortes ein neues kapitel mit aller rücksicht auf die bilder und spuren der vergangenheit hinzugefügt.

aspekte der historischen formensprache, die wandabwicklungen und das raumvolumen werden teil des neuen konzeptes. das innere wurde gänzlich freigelegt, um das raumgefüge wieder sichtbar zu machen. reste des wandanstrichs und spuren der innenraumgestaltung wurden gesichert. die geschichtlichen spuren an wand, boden und decken werden zu anknüpfungspunkten. neue elemente bilden den kontrast zum bestand, ordnen sich jedoch harmonisch dem gesamtbild unter. die materialien der wände, böden und decken verleihen dem raum richtung, ruhe und symbolik. 

der ort des lesepults, der bima, ein erhaltener authentischer ort, zeigt sich in äußerster kargheit. der historische toraschrein, der aron ha-qodesch, wurde an anderer stelle gesichert und an seinem ursprünglichen ort wiederaufgestellt. im inneren fällt der blick auf das rundbogenfenster mit davidstern. das einfallende tageslicht verleiht dem raum glanz und würde des besonderen Ortes. 

bei der vorplatzgestaltung wurde das fragment zum entwurfsthema. wegen des begrenzten raumes und den anforderungen an einen behindertengerechten zugang musste die zuwegung mehrfach geknickt ausgeführt werden. sie bildet zusammen mit dem zentralen element aus massivem beton das gerüst für die fragmentierte flächengestaltung.

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